David Claerbout

DO 10.12. 18.30 Uhr
Auditorium Schaulager

David Claerbout im Gespräch mit Chus Martínez, Leiterin des Instituts Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, FHNW, Basel (auf Englisch)

Zeit ist ein Bewusstseinszustand, so würde David Claerbout (*1969) es formulieren. Als Künstler seit Jahrzehnten mit der Darstellung der Dauer von Bildern befasst, ist er bestens bekannt für seine gleichermassen das Sehen wie den Verstand herausfordernden Filmprojektionen und Installationen. Darin wird Zeit gleichsam wie ein Gummiband auseinandergezogen und gestaucht. Als Ergebnis zielgerichteter, in den Anfängen der Bildgeschichte gründender Nachforschungen – sein Werk umfasst Zeichnung, Malerei, Fotografie, Film und computergenerierte Bilder (CGI) – streben Claerbouts Bilder danach, ein ganz einfach in der menschlichen Wahrnehmung liegendes Geheimnis aufzuschliessen: das instabile Wesen der Zeit (Christian Viveros-Fauné).

In Oil workers (from the Shell company of Nigeria) returning home from work, caught in torrential rain (2013) in der Ausstellung FUTURE PRESENT ist der Ausgangspunkt ein gefundenes Bild, welches der Künstler mittels Fotografie und Computertechnologie rekonstruiert, um ein neues Ganzes zu bilden. Dem Anschein nach alle Eigenheiten und Grenzen des Mediums ausser Kraft setzend generiert Claerbout Räume, worin paradoxe Konstellationen ganz selbstverständlich miteinander vereint scheinen.

Das Künstlergespräch ist im Eintrittspreis der Ausstellung inbegriffen.